Wie schlecht darf EDV sein?
Wir haben eine Maxime: Unsere Kunden müssen vernünftig arbeiten können!
In den jetzt 20 Jahren unserer Unternehmensgeschichte ist es nur ein einziges Mal vorgekommen, dass wir bei einem Kunden größere Ausfallzeiten hatten. Dabei handelte es sich um den Ausfall eines Servers unter Novell Netware 3.12 im Jahr 1996. Die Ausfallzeit während der normalen Arbeitszeit betrug ca. 4 Stunden, nachts gegen 3:00 Uhr war er wieder betriebsbereit.

Nun wurden wir in diesem Jahr von einem Unternehmen zur Hilfe gerufen, bei dem wegen Netzwerkproblemen schon seit 2 Tagen nichts mehr ging. Bei dem der Geschäftsführer früher nach Hause gehen musste, weil er sowieso nicht arbeiten konnte.



Ehrensache, dass wir sofort unterwegs waren, um dem Unternehmen zu helfen. Wir waren innerhalb von 20 Minuten vor Ort. Dort durften wir erstmal eine Viertelstunde am Empfang warten.

Der Administrator ging seelenruhig weiter seinem Job nach. Von den Anwendern regte sich auch kaum jemand auf. Mit dem für die Diagnose hinzugezogenen Elektriker wurde seelenruhig besprochen, was die Ursache für die Probleme war, und dass man sie vielleicht einmal beheben sollte.

Wir hätten die am liebsten angebrüllt: "Jetzt tut doch mal was!"

Immerhin saßen da Dutzende Angestellte seit 2 Tagen da und konnten nicht arbeiten. Gegen Nachmittag hatten wir dann einen Workaround gefunden, seither haben wir von dieser Firma nichts mehr gehört.

Der Rest passte zu dem traurigen Bild: Mein Vorschlag, sich einmal zusammenzusetzen und Verbesserungsmöglichkeiten zu diskutieren, wurde mit dem Argument abgelehnt, man habe eine sehr gute, über die Jahre gewachsene Beziehung zu einen externen Partner.

Wo war der an diesem Tag?

Einige Wochen später erfuhren wir von einem Ex-Auszubildenden der Firma: "Das war bei denen schon immer so."