Solid State Disks
Solid State Disks (SSDs) sind Speichergeräte, auf denen die Daten nicht wie bei herkömmlichen Festplatten auf rotierenden Magnetscheiben gespeichert werden, sondern auf Flash-Speicherchips. SSDs sind beim Lesezugriff etwa 10 Mal schneller als herkömmliche Festplatten - und sie sind erschwinglich geworden. Es gibt inzwischen Modelle im Handel, bei denen man pro GB Kapazität weniger als einen Euro bezahlt. Man muss jedoch bei SSDs aufpassen, da sie sich in der Qualität sehr stark unterscheiden:
  • In günstigen SSDs sind teilweise Speicherchips verbaut, die nur 3000 Schreibzyklen verkraften. Üblich sind in besseren Modellen 5000. Diese Einschränkung klingt erschreckend. Sie ist es aber nicht, weil eine SSD aus Millionen von Speicherzellen besteht, die nur entsprechend selten beschrieben werden. Aber dennoch: 5000 Schreibzyklen sind nunmal mehr als 3000.
  • Auf günstige SSDs können weniger Daten pro Tag geschrieben werden - bei manchen SSDs sind es gerade mal 20 GB pro Tag. Aber auch damit kann man leben, da - je nach Anwendung und Nutzerverhalten - bestimmt 90% der Zugriffe Lesezugriffe sind und keine Schreibzugriffe.
  • Je kleiner die SSD, desto niedriger ist normalerweise die Datentransferrate.
Wir betrachten hier übrigens keine SSDs, die in Servern zum Einsatz kommen - diese sind noch erheblich teurer. Da sie viel häufiger Schreibzugriffe haben, kommen hier Multi-Level-Cells zum Einsatz, die erheblich aufwändiger und teurer sind. Bei einer Server-SSD bezahlt man pro GB teilweise noch bis zu 10 Euro.